Kirchensteuer - Geld, das gebraucht wird

Mit Geld Gutes tun.

Die Dienste, die die Kirche am Ort, im Bezirk und im Land erbringt, wären ohne die Kirchensteuer nicht möglich. Sie stellt die Haupteinnahmequelle auch für die Arbeit der Kirchengemeinde Neckarwestheim dar. 

 

 

Wie funktioniert das Kirchensteuersystem?

Die Kirchensteuer in Baden-Württemberg beträgt 8 % der Einkommens- und Lohnsteuer. Das waren in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg 2009 rund 542 Millionen Euro, für 2010 werden rund 500 Millionen Euro erwartet. Der größte Teil kommt von angestellten Arbeitnehmern und Selbständigen. 1997 wurde zudem das „besondere Kirchgeld“ eingeführt. Es wird erhoben, wenn der Hauptverdiener keiner christlichen Kirche angehört.

Die Koppelung an die Lohn- und Einkommensteuer bedeutet die direkte Abhängigkeit der Kirchensteuer von der Konjunktur und der Steuergesetzgebung des Staates. Die Kirchensteuer wird von den Finanzämtern eingezogen. Der Staat erhält dafür 3 % der Kirchensteuer, das macht für die württembergische Landeskirche rund 16 Millionen Euro aus.

 

 

So werden 100 Euro Kirchensteuer verteilt

Wie wird die Kirchensteuer verteilt?
Nach Abzug verschiedener Beträge unter anderem für gesamtkirchliche Aufgaben oder die Unterstützung finanzschwacher Landeskirchen erhalten die Landeskirche und die Kirchengemeinden jeweils etwa die Hälfte des verbliebenen Kirchensteueraufkommens, 2008 jeweils gut 209 Millionen Euro. Die Landeskirche bestreitet daraus unter anderem die Gehälter der Pfarrerinnen und Pfarrer und deren Pensionen. Die Verteilung auf die Kirchengemeinden richtet sich nach deren strukturellen Bedingungen – städtische oder ländliche Gebiete – und deren Bedarf. 

Was macht die Kirche mit der Kirchensteuer?

Mit der Kirchensteuer werden so viele Aufgaben unterstützt, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Einige Beispiele: Kindergartengruppen, diakonische und soziale Dienste, Schuldnerberatung, Psychologische Beratung, Betreuung von Menschen mit sozialen Schwierigkeiten, Unterstützung von Arbeitslosen oder Alleinerziehenden, Unterhalt- und Bau von Kirchengebäuden, Gemeindehäusern, Pfarrhäusern und anderer Immobilien, Gottesdienste, Kinderkirche, Seelsorge, Konfirmation, Taufe, Trauung, Besuchsdienste, u. v. m. Etwa die Hälfte der Ausgaben vieler Kirchengemeinden sind dabei Personalkosten für Mesner, Kirchenmusiker, Sekretärinnen, Kirchpfleger, Erzieherinnern oder Jugendmitarbeiter...

 

Was allein unsere Kirchengemeinde Neckarwestheim mit Hilfe Ihrer Kirchensteuer, Spenden sowie ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden leistet, dass können Sie schön auf dieser Homepage entdecken.

Abgeltungssteuer und Kirchensteuer

25 % Abgeltungssteuer werden auf Zinserträge erhoben, die einen bestimmten Freibetrag überschreiten. Zugleich kann damit auch die Kirchensteuer auf diese Zinserträge von den Banken abgeführt werden. Vor allem für Menschen, die einer höheren Steuerprogression als 25 % unterliegen, bedeutet dieses Verfahren Vorteile, weil der Steuerbetrag festgeschrieben ist und der Steuerzahler somit sowohl Einkommens- wie auch Kirchensteuer spart.