Besuchsdienste

einander besuchen

Es ist zu hoffen, dass jeder Neckarwestheimer Einwohner immer wieder Besuch erhält oder sich selbst auf den Weg macht, um Freunde, Verwandte oder Nachbarn, aus welchem Anlass auch immer, zu besuchen.


Wir sind angewiesen auf diese Kontakte des Füreinanderdaseins, indem wir miteinander reden oder uns gegenseitig aushelfen. Viel geschieht  im Verborgenen und manch einer tut diesbezüglich treu seinen ‚Dienst‘. Darüber hinaus gibt es aber auch den organisierten Besuchsdienst.

1. Geburtstagsbesuche in der Gemeinde

Segenswünsche überbringen

Neben Herrn Pfarrer Römisch, der hochbetagte evangelische Einwohner und alte Menschen mit rundem Geburtstagsjubiläum besucht (75, 80, 85, 90, 95,100 etc.), sind in unserer Gemeinde Frauen ehrenamtlich unterwegs, um Gemeindegliedern ab dem 76. Geburtstag Glück- und Segenswünsche zu überbringen.


Was für den einen Jubilaren ungewohnt und überraschend ist, ist für einen anderen schon gute Tradition und er wartet auf diesen Besuch. Ein Besuch könnte mit dem Satz beginnen: „Guten Tag, ich komme vom Besuchsdienst Ihrer Kirchengemeinde und möchte Ihnen herzlich zum Geburtstag gratulieren.“ Ein kurzes Händeschütteln an der Tür, ein paar Sätze über den Gartenzaun oder ein langes Gespräch am Tisch – alle Begegnungsvarianten gibt es, und das ist gut so.


Ist erst mal ein Kontakt geknüpft, so entsteht allmählich ein unsichtbares Netz der Verbundenheit zwischen der Kirchengemeinde und ihren älteren Mitgliedern, das möglicherweise auch über den Geburtstagsbesuch hinaus zum Tragen kommt.

2. Besuch von Neuzugezogenen

vor die Tür des Anderen gelangen

Manchmal mahlen die Mühlen der Adressmitteilung von neuzugezogenen evangelischen Gemeindegliedern etwas langsam, aber schließlich landen die Namen und Adressen doch auf dem Tisch der Mitarbeiter, die in Neckarwestheim Neuzugezogene besuchen.

 

Oft ist es gar nicht so einfach, den richtigen Moment zu erwischen, in dem die Bürger im neuen Zuhause anzutreffen sind oder sich in der Dunkelheit an ‚abenteuerlichen‘ Hauseingängen zurecht zu finden oder die richtige Klingel zu drücken. Umso erfreulicher, wenn eine Begegnung möglich wird. Dann heißt der ‚Besuchsdienstler‘ die neuen Einwohner herzlich willkommen, übergibt einen Infobrief der Kirchengemeinde, beantwortet Fragen oder lädt zu Veranstaltungen ein.

Besuch der Neuzugezogenen durch (v. l. n. r.) Herr Kämpf, Frau Schmutz, Herr Weber

3. Besuchsdienst im Alexanderstift

auch im Alter da sein

Jeder neue Bewohner im Gemeindepflegehaus wird von einer Besuchsdiensmitarbeiterin zur Begrüßung und dann auch zum jeweiligen Geburtstag besucht. Es ergeben sich Gespräche oft nicht nur mit dem Besuchten, sondern auch mit dem Zimmernachbar, mit Angehörigen oder mit Bewohnern, die gerade am selben Tisch sitzen.

zum Gottesdienst bringen

Darüber hinaus begegnet man sich regelmäßig, wenn Besuchsdienstfrauen Bewohner abholen, sie donnerstags zum Gottesdienst begleiten und anschließend wieder in ihr Zimmer oder zum Essen bringen.


Mitglieder des Besuchsdienstes berichten, dass ihnen diese Stunden im Alexanderstift zur  Gewohnheit geworden sind, die sie nicht missen möchten.

In allen Besuchsdiensten sind derzeit insgesamt 14 Frauen und Männer engagiert. Wir treffen uns vierteljährlich, um uns nach einem geistlichen Impuls über unseren Dienst auszutauschen, die Dienste einzuteilen und uns fortzubilden.

 

Die letzte Fortbildung fand am Samstag, den 17. März 2012 im evangelischen Gemeindehaus statt zum Thema: „Lebensübergänge“