Veranstaltungsberichte

Frauenfrühstück

Psalm 73, Vers 28:
»Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all sein Tun.«


Strickwerk – Lebenswerk – Frauenfrühstück mit Irmgard Andree

Bereits als junges Mädchen lernt Irmgard Andree Jesus Christus kennen, entscheidet sich dann aber für einen anderen Weg. Sie heiratet, arbeitet in der Firma mit und erfährt schließlich als Mutter von zwei kleinen Kindern, dass ihr Mann ein Doppelleben führt. Für die junge Frau bricht eine Welt zusammen. In ihrer Verzweiflung erinnert Sie sich an Jesus, sie setzt ihre verbliebene Hoffnung auf Gott und erlebt seine Hilfe.

Jahre später erwarten sie noch andere Herausforderungen: sie bekommt Zwillinge mit Förderbedarf und muss schließlich 2006 den Tod einer erwachsenen Tochter verkraften.

Die heute 62-Jährige erzählt ihre Lebensgeschichte, sie erzählt von ihrem Glauben, der ihr Kraft und Hoffnung in Krisenzeiten gegeben hat. Mit viel Herz und einer guten Portion Humor, teilt Sie den rund 50 Besucherinnen des Frauenfrühstücks ihre Geschichte mit. Es ist ein spannendes Leben, das einem Strickmuster gleicht, in dem die ganze Bandbreite unsres Lebens vorkommt. Fäden unterschiedlicher Farbe und Struktur, Laufmaschen, ja sogar Löcher. Zusammen ergibt sich ein ausdrucksstarkes Muster, in dem vor allem aber der goldene Faden der Liebe Gottes zu erkennen ist.
Ein überaus starker Lebensbericht, zieht die Zuhörerinnen in den Bann, der seinen ganz besonderen Charakter aus der Persönlichkeit der Autorin und seine glaubensstärkende Kraft aus der erfahrenen Treue Gottes bezieht.

Irmgard Andree möchte mit ihren Vorträgen die Zuhörerinnen anstoßen, über ihren Lebenssinn und ihre Träume nachzudenken, sagt sie. „Wir alle stricken unser Leben jeden Tag ein Stück weiter. Unser Lebensfaden ist uns von Gott gegeben.“

Vor dem Vortrag gab es wie immer ein kulinarisches Frühstück. Alles, was man sich nur vorstellen kann, wurde kredenzt. Die musikalische Umrahmung kam von Sofia Mirza und Elke Nollenberger aus Walheim. Wir danken allen Helferinnen und Helfern. Vielen Dank auch der Metzgerei Obenland für die „Wurstpenden“.

Pilgerabend am Reformationsfest

Die Einladung zum „Pilgerabend“ am Reformationsfest sorgte zunächst durchaus für Irritationen. Luther und Pilgern? Passt dies zusammen?
Pilgerreisen und Wallfahrten, mit Ablass verbunden, sind für Luther fromme Werke und damit „Narrenwerk“. Seine Reise nach Rom stärkt in Luther die reformatorische Ansicht: Allein aus Glauben kommt ein Christ zu Gott und nicht durch das „Geläuff“, Martin Luther hatte aber nicht grundsätzlich etwas gegen das Pilgern, sondern gegen die damit verbundene Ablass-Theologie.

Wer evangelisch ist, lebt „aus Glauben“ und muss der Gnade nicht hinterherlaufen. Das gilt bis heute: Niemand muss pilgern, doch viele Menschen möchten es und machen sich auf den Weg. Sie gehen im wahrsten Sinn des Wortes mit Gott.
In der jüdisch-christlichen Tradition gilt Abraham als einer der ersten Pilger. Der Auszug des Volkes Israel ins Heilige Land war sozusagen eine jahrzehntelange Pilgerreise. Und der Tempel in Jerusalem wird später in vielen Psalmen als Pilgerziel besungen.
Doch das Alte Testament betont bereits: Gott wohnt nicht nur im Tempel. Jahwe, „ich bin, der ich bin“, ist unterwegs mit den Menschen. Das Neue Testament spitzt diese Ansicht noch zu. Gott ist laut Johannes das „Wort“, er wird „im Geist und in der Wahrheit“ angebetet.
Das Hochmittelalter wird schließlich die Hoch-Zeit der Pilger. Bei der Wallfahrt zählt allein das Ziel. Bei einer Pilgerreise ist jedoch bereits der Weg das Ziel.
Der Mensch ist zeitlebens unterwegs zu Gott.. Der Benediktiner Anselm Grün spricht heute ähnlich von dem Menschen, der auf dem Weg ist, der „wandernd sich wandelt.“ Pilgern ist so gesehen eine Lebenshaltung, ein beständiges Beten mit den Füßen.
Die moderne Pilgerbewegung verfolgt kein einheitliches Ziel mehr. Doch das „auf dem Weg sein“ zieht viele Pilger an - seien sie katholisch, evangelisch, geprägt. Ziel ist es, unterwegs zu sein – zu sich selbst, zu den anderen, zu Gott.

Joachim Kämpf und Thomas Weinert berichteten über ihre Pilgerreise mit dem ev. Männerwerk in der sie von Konstanz nach Einsiedel gewandert sind. Die Tageswanderungen waren durchaus eine Herausforderung – sei es die Sonne, die heiß vom Himmel gebrannt hat, sei es die harte Asphaltstraße auf der sie gewandert sind. Doch immer wieder blieb Zeit zum Innehalten, Zeit für einen geistlichen Impuls, den man dann beim Laufen weiter bedenken konnte. Gute und freundliche Begegnungen stellten sich ein und so waren Sie mit Gott und Freunden unterwegs. Vaya con dios – Geh mit Gott – im Anschluss an den Vortrag gab es diesen Spielfilm zu sehen. Getränke und ein kleiner Imbiss rundeten den Abend ab.

Passions-Gospelkonzert

Einmalig, berührend und faszinierend – Gospelkonzert mit Tracey Campbell

So mancher Besucher und so manche Konzertbesucherin hatten sicher etwas anderes erwartet – ein fröhliches, mitreißendes Gospelkonzert, mit Gospels, die jeder kennt und mitsingen kann. Doch nicht so am Gründonnerstag: Leid und Hoffnung wurden energisch und glaubwürdig von der stimmgewaltigen Sängerin aus London, Tracey Campbell, besungen. Schon nach den ersten Takten, war jeder in der Kirche vom Stimmenumfang Tracey Campbells fasziniert.

Mit Bildern untermalt, wurden die wichtigsten Szenen der Leidensgeschichte Jesu dargestellt – die Jünger, die nicht mit Jesus wachen, der Verrat des Judas, die dreimalige Verleugnung des Petrus, die Verurteilung durch Pilatus und schließlich das Sterben Jesu am Kreuz.Tracey Campbell schaffte es, mit ihrer gewaltigen Stimme, die verschiedenen Szenen herauszuarbeiten.“Ich bin frei, weil ein anderer für mich am Kreuz stirbt“ – erkennt Barabas, der eigentlich verurteilte Mörder. Aber es ist nicht zu Ende mit der Kreuzigung. Gott siegt über den Tod und so jubelt Tracey Campbell „Praise God“ – Jesus ist auferstanden, er liebt dich und gibt dir Kraft in allen Lebenslagen „Halleluja! Amen!“ Und alle in der Kirche feiern die Auferstehung Jesus mit.Unterstützt wurde Tracey von Evie Sturm, die für die Texte zwischen den Liedern verantwortlich war. Aber auch als wunderbare Sängerin -  „Mit jedem Hammerschlag“  -berührte sie die Zuhörer. Andi Doncic, der den Abend inszeniert hat, begleitete einfühlsam am Saxophon und am E-Piano.

Mit einem gemeinsam gesungenen „Lobe den Herren“ und dem Segen ging dieses berührende Konzert zu Ende. Tracey Campbell hat es geschafft, den etwa 250 Besuchern dieses Konzerts den Sinn von Passion und Ostern wieder ein Stück näherzubringen. Sw

Daniel und sein löwenstarker Freund - Rückblick KiBiWo

"Wir sind in Babylon. Irgendwann weit vor Christi Geburt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Kinderbibelwoche steht der alttamentarische Prophet Daniel und sein „löwenstarker“ Freund .

Daniel beherrscht die Fähigkeit, Träume zu deuten. Damit macht er sich beim babylonischen König beliebt. Seinen Neidern gefällt dies wiederum nicht, und sie schwärzen ihn, den gläubigen Juden, wegen seiner Religion an. Er soll den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden, doch diese rühren ihn nicht an. So gewinnt er durch dieses Wunder das Vertrauen des Königs zurück."

Es sind nicht mehr so viele Kinder wie noch vor 5 Jahren, das tut der KiBiWo aber keinen Abbruch. Die drei Tage begannen jedes Mal mit gemeinsamem Gesang und Gebet. Viele bekannte Ohrwürmer und Mitmachlieder wurden gesungen. Jugendliche führten dann jeweils eine Szene aus der biblischen Geschichte um Daniel auf. Später verteilten sich die Kinder in Kleingruppen, wo sie malten bastelten oder spielten. Am Samstag gab es dann traditionell einen Stationenlauf und ein Festessen.

Höhepunkt der Geschichte war sicher die Szene im Abschlussgottesdienst am Sonntag, als Daniel den Löwen vorgeworfen wurde.

Die Kirchengemeinde dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren großen Einsatz. Dank an alle, die die KiBiWo im Gebet begleitet haben und an alle Geld- und Sachspender.